Schlagwort-Archiv: Sicherheit

Selbstverteidigung Esslingen

Sicherer Start ins neue Jahr

Vor einem Jahr, in der Silvesternacht, gab es nicht nur in Köln, sondern unter anderem auch in Stuttgart mehrere Fälle, in denen Gruppen von jungen Männern Frauen sexuell belästigt haben. In der Folge ist auch bei uns die Nachfrage nach Selbstverteidigungskursen, vor allem von Frauen, stark angestiegen.

Als Selbstverteidigungslehrer kann ich einer Frau schon ein paar Tricks zeigen, die ihr helfen können, einen Angreifer los zu werden. Um wirklich sicherer zu werden, empfehle ich jedoch, regelmäßig zu trainieren. Und das wollen leider nicht so viele.

Ich wünsche keiner Frau, dass sie jemals in die Situation kommt, sich körperlich zur Wehr setzen zu müssen. Andererseits wünsche ich Männern, die Frauen belästigen und vielleicht sogar versuchen, sie zu vergewaltigen, dass sie an Frauen geraten, die sich so wehren können, dass diese Männer in Zukunft nicht einmal mehr auf die Idee kommen, eine Frau abschätzig anzuschauen.

Doch auch die beste Selbstverteidigungsmethode hat ihre Grenzen. Wenn eine Gruppe von Männern eine einzelne Person einkesseln, wird es für diese schwierig, ohne fremde Hilfe aus dieser Situation herauszukommen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig zu erkennen, wenn die Stimmung innerhalb einer großen Menschenmenge kippt – und dann zu gehen. Auch wenn das eine ungeplante Änderung der Pläne für den Silvesterabend bedeutet.

Heute wünsche ich euch einen fröhlichen, ausgelassenen, sicheren Silvesterabend ohne Zwischenfälle – und wenn ihr im kommenden Jahr eure Fitness verbessern und gleichzeitig lernen wollt, euch zu verteidigen, dann kommt doch am Samstag, 7. Januar, zum Familien-Info-Tag bei Bushido Esslingen. Neben Schnupperstunden für Kinder bieten wir an diesem Tag auch eine Einführung in die Selbstverteidigung für Jugendliche und Erwachsene an. Zur genauen Terminabsprache schickt mir bitte eine Nachricht.
#Einarmlängereichtnicht #SafetySaturday #SicherheitsTippamSamstag
#SeieinSuperheld und #HoldirdenKick!

Killer-Clowns sind nicht lustig – Sicherheit an Halloween

Grusel-Clowns – als Clowns verkleidete Menschen, die andere mit Baseballschlägern oder Messern erschrecken und manchmal sogar angreifen, sind zurzeit in aller Munde. Der Trend kommt aus Amerika, in Deutschland gab es bisher glücklicherweise nur wenige Fälle. Dennoch hat die Polizei zu diesem Thema bereits Sicherheits-Hinweise herausgegeben. Wie in jeder Gefahrensituation rät die Polizei, dem vermeintlichen Clown aus dem Weg zu gehen und ihn nicht zu provozieren. Wer verfoglt wird oder sich bedroht fühlt, soll in jedem Fall die Polizei rufen, denn auch schon das absichtliche Erschrecken anderer Menschen kann schon strafbar sein.

Doch nicht jeder, der eine Horror-Verkleidung trägt, hat unbedingt Böses im Sinn. Schließlich ist am Montag Halloween, und da ziehen immer mehr Kinder verkleidet durch die Straßen und „fordern „Süßes sonst gibt es Saures“. Wo sie nichts bekommen, spielen Sie den Hausbewohnern einen harmlosen Streich – für Kinder ein großer Spaß. Bei all dem Spaß sollten Kinder und Eltern aber vor allem in diesem Jahr den Sicherheitsaspekt nicht außer Acht lassen“, sagt der Esslinger Kampfkunst- und Selbstverteidigungslehrer Marc Sigle: „Wichtig ist, dass sich auch Kinder und Jugendliche darüber im Klaren sind, wo der Spaß aufhört. Andere zu verletzen und Dinge kaputt zu machen sind genauso tabu, wie Eier an Hauswände zu werfen.“

Aus Sicherheitsgründen sollten die Kinder auch nicht alleine auf Tour und keinesfalls in fremde Häuser gehen. Oft stellt sich auch die Frage, wer denn alles „fremd“ ist: „Fremd ist nicht nur der, den man nicht kennt, sondern jeder, der nicht zu euren engsten Vertrauenspersonen zählt“, sagt Sigle regelmäßig seinen Schülern bei Bushido Esslingen. Auf ihrem Weg sollten die Kinder in gut beleuchteten Gegenden bleiben. Abkürzungen durch Gärten, Wälder oder durch die Weinberge sind tabu. Auch dürfen die Kinder auf keinen Fall zu Fremden ins Auto steigen. 

Kleinere Kinder sollten nur in Begleitung von Erwachsenen oder größeren Kindern losziehen.

Ein weiterer Tipp: Die Kostüme dürfen die Kinder beim Laufen nicht behindern. Reflektierende Streifen auf den Kostümen stellen sicher, dass die Kinder auch von Autofahrern gut gesehen werden. Sigle rät außerdem, den Kindern eine Taschenlampe mit frischen Batterien mitzugeben. Auf ihrer Tour sollten die Kinder Schuhe tragen, in denen sie gut laufen können – auch wenn diese vielleicht nicht so gut zu den Kostümen passen.

Die Erwachsenen bittet Sigle, den Kindern aus hygienischen Gründen nur originalverpackte Süßigkeiten in ihre Sammeltüte zu stecken.

Nach dem Rundgang sollten Eltern die Beute ihrer Kinder kurz in Augenschein nehmen und so sicherstellen, dass die Kinder nur das essen, was ihnen nicht schadet. 

Denjenigen, die als Grusel-Clowns Angst und Schrecken verbreiten wollen, rät Sigle ebenfalls zur Vorsicht: „Wer andere – wenn auch nur zum Schein – angreift, muss damit rechnen, dass die sich auch verteidigen. Und da kann man schnell an den Falschen geraten.“

Die Karate-Schüler von Bushido Esslingen dürfen am Montag, 31.Oktober, verkleidet zum Unterricht kommen. Und Gäste, die die Karateschule in der Kollwitzstraße 8 (gegenüber DICK) besuchen, bekommen auch etwas Süßes.

Tipps für Ihre Sicherheit

Gehen Sie aufrecht – schon dadurch strahlen Sie mehr Selbstsicherheit aus. Angreifer suchen sich grundsätzlich leichte Opfer aus. Stellen Sie durch Ihr Auftreten sicher, dass Sie nicht dazugehören.

Beobachten Sie Ihr Umfeld – wählen Sie Ihren Weg so, dass Sie nicht zu nahe an Menschen vorbeigehen müssen, die Ihnen unsympatisch sind.

Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie sich in einer Situation unwohl fühlen, hat das meist auch einen triftigen Grund. Sie müssen sich vor niemand rechtfertigen, wenn Sie die Straßenseite wechseln oder sich im Zug auf einen anderen Platz setzen. Je länger Sie in einer unangenehmen Situation bleiben, umso schwieriger wird der Ausstieg.

Ergreifen Sie die Initiative – sagen Sie Ihrem Gegenüber, was er tun soll, zum Beispiel „Fassen Sie mich nicht an“ oder „Lassen Sie mich los“. Sprechen Sie andere Menschen direkt an, wenn Sie Hilfe brauchen – die meisten Menschen warten lieber ab, ob nicht jemand anderes einschreitet und werden erst aktiv, wenn sie nicht anders können.

Verteidigen Sie sich – im Notfall mit allen Mitteln. Drücken Sie auf empfindliche Punkte am Körper Ihres Gegners, zum Beispiel unter die Nase, schlagen Sie mit dem Handballen, dem Ellbogen oder dem Knie. Oft hilft auch, einem Gegner mit vollen Kraft auf den Fuß zu treten. Danach gehen Sie so schnell wie möglich an einen Ort, an dem Sie sich sicher fühlen und an dem Sie Hilfe bekommen.

Wir wollen, dass Sie selbst-sich-er-leben!

Der richtige Ausgleich für Schulkinder

Vielen Schulkinder fällt vor allem nach den Sommerferien schwer, mit dem Schulalltag klarzukommen. Plötzlich sollen sie wieder so lange stillsitzen! Da brauchen sie am Nachmittag den richtigen Ausgleich. Deshalb ist unser Karate-Unterricht so vielschichtig aufgebaut. Die Kinder lernen Werte wie Respekt, Disziplin und Ausdauer. Im Fitness- und Gesundheitsteil dürfen sie viel rennen, springen und rollen und ihre Kräfte messen. Im Sicherheitsteil lernen sie, Gefahren zu erkennen, sie zu vermeiden und sich im Notfall zu verteidigen. Im Technik-Teil lernen sie, Distanzen richtig einzuschätzen und verbessern ihre Körperbeherrschung. Im letzten Abschnitt des Unterrichts lernen sie Bewegungsabläufe auswendig und schulen ihr Taktgefühl. So ist gewährleistet, dass die Kinder sich während des Karate-Trainings körperlich und geistig weiterentwickeln, was sich in der Regel auch in besseren Schulnoten auswirkt.

Sicherheits-Tipps für den Schulweg

Um Kinder fit für den Schulweg zu machen, lernen sie im Kampfkunst-Unterricht die fünf Regeln für mehr Sicherheit: Verwende deinen Kopf, verwende deinen Mund, verwende deine Füße, hol Hilfe, verteidige dich

Den Kopf verwenden bedeutet, darüber nachzudenken, wie sich gefährliche Situationen vermeiden lassen. Zum Beispiel, indem man sich im Auto immer anschnallt, „Ärgermacher“ auf dem Schulweg oder dem Schulhof meidet, nach rechts und links schaut, bevor man die Straße überquert und nur zu Vertrauenspersonen ins Auto einsteigt.

Den Mund einzusetzen, um sich aus schwierigen Situationen herauszureden, ist ein weiteres wichtiges Thema. Angenommen, der „Schulhof-Tyrann“ spricht ein Karate-Kind an und sucht Streit. Was kann unser Schüler sagen oder tun, damit der Ärger aufhört?  Er kann dem Anderen selbstsicher in die Augen schauen und ihm sagen, er soll aufhören, das Thema wechseln und ihn fragen, was sein Lieblingssport ist oder ihm Recht geben. Weglaufen und Hilfe holen sind weitere Möglichkeiten. Sich körperlich zur Wehr zu setzen, sollte immer erst das letzte Mittel sein.

Bereit für ein neues Abenteuer?

Sind Sie bereit für ein neues Abenteuer? Wollen Sie etwas wagen, was Sie noch nie gemacht haben? Oder bleiben Sie lieber in Ihrer Komfortzone, wo alles so ist, wie es schon immer war? Beides hat seine Vor- und Nachteile – einerseits wollen wir Neues erleben, spannende Sachen machen, dem Alltag entfliehen. Andererseits fühlen wir uns in unserer gewohnten Umgebung sicher, hier kann uns nichts passieren – denken wir zumindest.

Ich will mich mit dieser neuen Seite in ein neues Abenteuer stürzen – will Kampfkunst als einen Weg zu mehr Sicherheit, Selbstbewusstsein und einem aktiven Leben aufzeigen – sind Sie dabei? Wollen auch Sie selbst-sich-er-leben©?